Aperic SalonZur Startseite

    Allgemeine Geschäftsbedingungen

    Stand: 19. Oktober 2026 (Version 2.0)

    Inhalt

    1. § 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
    2. § 2 Leistungen
    3. § 3 Vertragsschluss, Preise und Zahlung
    4. § 4 Laufzeit und Kündigung
    5. § 5 Pflichten des Kunden
    6. § 6 KI-Funktionen
    7. § 7 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
    8. § 8 Verfügbarkeit und Wartung
    9. § 9 Haftung
    10. § 10 Nutzungsrechte
    11. § 11 Änderungen dieser AGB
    12. § 12 Schlussbestimmungen

    Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Aperic Salon“ (nachfolgend „Plattform“ oder „Software“).


    § 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

    (1) Anbieter und Vertragspartner ist Aperic, Inhaber Chris Georg Lukas (Einzelunternehmen), Hauptstraße 122a, 64678 Lindenfels, Deutschland, E-Mail management@aperic.de, Telefon 0171 2801920 (nachfolgend „Aperic“).

    (2) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform zwischen Aperic und seinen Kunden (nachfolgend „Kunde“ oder „Salon“).

    (3) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen, insbesondere Friseursalons. Verträge mit Verbrauchern schließt Aperic nicht.

    (4) Kundinnen und Kunden des Salons (nachfolgend „Endkunden“) können einzelne Funktionen nutzen, die der Salon ihnen bereitstellt, z. B. den Foto-Upload per QR-Code, die Look-Abstimmung oder Wartelisten-Angebote. Dies geschieht ausschließlich im Rahmen des Vertrags zwischen Salon und Aperic; zwischen Endkunden und Aperic kommt kein Vertrag zustande.

    (5) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn Aperic ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.

    (6) Für die kostenlose Produkt-Demo gelten ausschließlich die gesonderten Nutzungsbedingungen der Demo (https://salon.aperic.de/demo/nutzungsbedingungen).

    § 2 Leistungen

    (1) Aperic stellt dem Kunden die Plattform für die Vertragslaufzeit als webbasierte Software über das Internet zur Verfügung. Die Plattform wird auf Servern in der EU betrieben (Hetzner Online GmbH, Deutschland; Datenbank bei Supabase mit Speicherung in Frankfurt am Main). Übergabepunkt ist der Ausgang des Rechenzentrums zum Internet.

    (2) Der Funktionsumfang ergibt sich aus dem gebuchten Paket und der Produktbeschreibung im Dashboard. Zu den Funktionen gehören insbesondere Termin-, Schicht- und Wartelistenverwaltung, Kundenverwaltung, automatische Nachrichten per SMS, WhatsApp und E-Mail, die KI-Assistentin „Nala“, der KI-Stylist zur Erstellung von Frisuren- und Farbvorschauen, die Anbindung von Kartenterminals, Google-Bewertungen und Kalender-Abos.

    (3) Für einzelne Funktionen bindet Aperic Dienste Dritter an (z. B. Google Cloud, OpenAI, Twilio, Meta, SumUp). Für die Nutzung von Funktionen, die ein eigenes Konto des Kunden bei einem Dritten voraussetzen (z. B. ein Gmail-Konto oder ein SumUp-Händlerkonto), gelten zusätzlich die Bedingungen dieses Dritten.

    (4) Aperic entwickelt die Plattform laufend weiter und darf Funktionen ändern, ergänzen oder ersetzen, soweit der vertraglich vereinbarte Kern der Leistungen erhalten bleibt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist. Wesentliche Einschränkungen kündigt Aperic mindestens sechs Wochen vorher in Textform an; der Kunde kann den Vertrag dann zum Zeitpunkt der Änderung kündigen.

    (5) Die Nutzung setzt ein geeignetes Endgerät, einen aktuellen Webbrowser und eine ausreichende Internetverbindung voraus; diese stellt der Kunde.

    § 3 Vertragsschluss, Preise und Zahlung

    (1) Die Darstellung der Plattform im Internet ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt durch die Bestellung des Kunden (z. B. über ein Auftragsformular) und die Bestätigung bzw. Freischaltung des Zugangs durch Aperic zustande.

    (2) Es gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Vergütung ist jeweils im Voraus zu Beginn des Abrechnungszeitraums fällig.

    (3) Pakete können ein monatliches Kontingent an KI-Funktionen („Usage Credits“) enthalten. Nicht verbrauchte Credits verfallen nicht und werden in folgende Abrechnungszeiträume übertragen; verbraucht werden zuerst die ältesten Credits.

    (4) Aperic kann die Preise mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen in Textform anpassen, wenn sich die Kosten für Infrastruktur und angebundene Dienste (insbesondere Server- und KI-Kosten) nachweisbar ändern; Kostensenkungen gibt Aperic in gleicher Weise weiter. Bei einer Erhöhung um mehr als 5 % kann der Kunde den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.

    (5) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, kann Aperic den Zugang nach vorheriger Mahnung in Textform vorübergehend sperren. Die Zahlungspflicht bleibt bestehen.

    § 4 Laufzeit und Kündigung

    (1) Der Vertrag läuft für die im gebuchten Paket vereinbarte Mindestlaufzeit (z. B. einen Monat oder zwölf Monate).

    (2) Monatsverträge verlängern sich jeweils um einen Monat, wenn sie nicht mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des Abrechnungsmonats gekündigt werden. Jahresverträge verlängern sich jeweils um ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der Laufzeit gekündigt werden.

    (3) Kündigungen sind in Textform (z. B. per E-Mail an management@aperic.de) oder über die Kündigungsfunktion im Dashboard möglich.

    (4) Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für Aperic liegt insbesondere vor, wenn der Kunde mit zwei aufeinanderfolgenden Zahlungen in Verzug ist, schuldhaft gegen § 5 verstößt oder die Plattform missbräuchlich nutzt.

    (5) Vor Vertragsende kann der Kunde seine Daten im Dashboard exportieren. Nach Vertragsende sperrt Aperic den Zugang und löscht die Daten des Kunden nach 30 Tagen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

    § 5 Pflichten des Kunden

    (1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, vergibt Zugänge nur an eigene Mitarbeitende und informiert Aperic unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet. Er ist für Handlungen über seine Zugänge verantwortlich, soweit er sie zu vertreten hat.

    (2) Der Kunde verarbeitet in der Plattform nur Daten, zu deren Verarbeitung er berechtigt ist. Er holt insbesondere die erforderlichen Einwilligungen ein, bevor er

    • Fotos von Endkunden im KI-Stylist verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO, § 22 KUG; bei Personen unter 16 Jahren die Einwilligung der Eltern),
    • Endkunden Nachrichten mit werblichem Inhalt per SMS, WhatsApp oder E-Mail sendet (§ 7 UWG).

    (3) Der Kunde versichert, dass er an hochgeladenen Fotos und Inhalten die erforderlichen Rechte besitzt und dadurch keine Rechte Dritter verletzt werden. Er stellt Aperic von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung dieser Pflicht beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Aperic informiert den Kunden unverzüglich über solche Ansprüche und gibt ihm Gelegenheit zur Abwehr.

    (4) Untersagt ist es, rechtswidrige, beleidigende, pornografische oder Rechte Dritter verletzende Inhalte hochzuladen, Schadsoftware einzuschleusen, die Software zu dekompilieren oder zurückzuentwickeln (soweit nicht nach §§ 69d, 69e UrhG zwingend erlaubt), automatisierte Abfragen (Scraping, Bots) durchzuführen oder Nutzungsgrenzen und Schutzmaßnahmen zu umgehen.

    (5) Aperic darf rechtswidrige Inhalte, von denen es Kenntnis erlangt, nach Prüfung sperren oder entfernen.

    § 6 KI-Funktionen

    (1) Vorschaubilder des KI-Stylists sind digitale Simulationen und unverbindliche Beratungshilfen. Das tatsächliche Ergebnis hängt von Haarstruktur, Vorbehandlung, Pigmenten, Produkten und der handwerklichen Ausführung ab. Aperic schuldet nicht, dass das Ergebnis im Salon dem Vorschaubild entspricht. Der Kunde weist seine Endkunden darauf hin.

    (2) Antworten und Vorschläge der KI-Assistentin Nala werden automatisch erzeugt und können unvollständig oder fehlerhaft sein. Der Kunde prüft sie vor Verwendung. Schreibende Aktionen führt Nala erst nach Bestätigung durch den Nutzer aus.

    (3) Aperic trifft die Transparenzpflichten der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), soweit sie Aperic als Anbieter betreffen. Setzt der Kunde den KI-Stylist gegenüber Endkunden ein, ist er Betreiber im Sinne der KI-Verordnung und legt insbesondere offen, dass es sich um KI-generierte bzw. KI-veränderte Bilder handelt.

    (4) Aperic verwendet Kundendaten und Fotos nicht zum Training eigener KI-Modelle. Die angebundenen Anbieter (Google, OpenAI) verwenden über ihre Schnittstellen übermittelte Daten nach ihren Bedingungen ebenfalls nicht zum Training; OpenAI speichert sie bis zu 30 Tage zur Missbrauchserkennung.

    § 7 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

    (1) Soweit Aperic personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO (https://salon.aperic.de/avv). Sie ist Bestandteil dieses Vertrags. Bei Widersprüchen geht sie diesen AGB vor.

    (2) Für die Daten, die Aperic für eigene Zwecke verarbeitet (z. B. Kundenkonto, Abrechnung, Support), gilt die Datenschutzerklärung (https://salon.aperic.de/datenschutz).

    § 8 Verfügbarkeit und Wartung

    (1) Aperic strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Jahresmittel am Übergabepunkt an. Nicht eingerechnet sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ausfälle, die Aperic nicht zu vertreten hat, insbesondere Störungen des Internets, höhere Gewalt und Störungen angebundener Dritter (z. B. KI-Anbieter, Nachrichtendienste), soweit Aperic sie nicht zu vertreten hat.

    (2) Wartungsarbeiten führt Aperic nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr) durch.

    § 9 Haftung

    (1) Aperic haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

    (2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

    (3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

    (4) Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.

    (5) Für den Verlust von Daten haftet Aperic bei leichter Fahrlässigkeit nur in Höhe des Aufwands, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Datensicherung durch den Kunden (z. B. über die Exportfunktion) für die Wiederherstellung erforderlich wäre.

    (6) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen von Aperic. Die Haftung nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.

    § 10 Nutzungsrechte

    (1) Aperic räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht ein, die Plattform für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen.

    (2) Die Daten und Inhalte des Kunden bleiben beim Kunden. Der Kunde räumt Aperic die Rechte ein, die zur Erbringung der Leistungen nötig sind (z. B. Speichern, Verarbeiten und Übermitteln von Fotos an die angebundenen KI-Schnittstellen), beschränkt auf die Vertragslaufzeit und den Vertragszweck.

    § 11 Änderungen dieser AGB

    Aperic kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus sachlichen Gründen (z. B. Gesetzesänderungen, neue Funktionen) erforderlich ist und der Kunde nicht unangemessen benachteiligt wird. Aperic teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge weist Aperic in der Mitteilung hin. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen. Änderungen der Hauptleistungspflichten oder der Preise erfolgen nur nach § 2 Abs. 4 bzw. § 3 Abs. 4.

    § 12 Schlussbestimmungen

    (1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

    (2) Erfüllungsort ist der Sitz von Aperic. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz von Aperic; Aperic kann auch am Sitz des Kunden klagen.

    (3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB).

    (4) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

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